Unterkieferprotrusionsschiene: Alternative zur CPAP-Maske
Für wen eine individuell angepasste Schiene infrage kommt, wie die Versorgung abläuft und warum Kontrollen wichtig sind.
Wie die Schiene funktioniert
Eine Unterkieferprotrusionsschiene hält den Unterkiefer im Schlaf etwas nach vorn. Dadurch kann sich der Raum hinter der Zunge verändern. Die Schiene ist eine Behandlungsoption für geeignete Erwachsene mit obstruktiver Schlafapnoe, aber nicht für jede Form der Atemstörung.
Individuelle Anpassung statt Standardprodukt
Vor der Versorgung müssen schlafmedizinischer Befund und zahnärztliche Voraussetzungen beurteilt werden. Die Schiene wird individuell angepasst und die Einstellung schrittweise überprüft. Eine einfache Anti-Schnarch-Schiene aus dem Handel ist damit nicht gleichzusetzen.
Kassenleistung unter Voraussetzungen
In der gesetzlichen Krankenversicherung kann die Schiene bei Erwachsenen mit obstruktiver Schlafapnoe infrage kommen, wenn eine Überdrucktherapie nicht erfolgreich durchgeführt werden kann. Ärztliche Verordnung und zahnärztliche Versorgung greifen dabei ineinander. Kläre den konkreten Ablauf vor der Anfertigung mit Praxis und Kasse.
Wirkung und Verträglichkeit kontrollieren
Weniger Schnarchen ist erfreulich, reicht aber nicht als alleiniger Erfolgsnachweis. Eine Kontrolle der nächtlichen Atmung und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen gehören dazu. Sprich Schmerzen, Druckstellen und Veränderungen des Bisses an, statt die Schiene selbst dauerhaft umzubauen oder eine andere Therapie eigenständig abzusetzen.
Weiterlesen zum Thema
- Schlafapnoe-Schiene: Nebenwirkungen und Kontrollen
- Wie CPAP bei Schlafapnoe hilft: Maske und Atemdruck
Quellen und weiterführende Informationen
Allgemeine Informationen aus Patientensicht. Keine individuelle medizinische Beratung und keine fachärztliche Begutachtung. Diagnose und Therapieentscheidungen gehören in die behandelnde Praxis.